Offener Brief

Hallo liebe Freunde,

mit diesem Brief möchte ich an Eure Menschlichkeit appellieren. Wie Ihr bestimmt noch wisst, waren wir letzte Woche in Idomeni unter dem Motto „Maulbronn hilft Idomeni“.

Dank Eurer tatkräftiger Unterstützung als Niefern-Öschelbronner, haben wir auch einen ganz großen Anteil geleistet. Am Ostersonntag-Vormittag sind unsere Fahrer wieder zurück gekommen. Ein LKW, drei große Transporter und zwei große Anhänger sind mit neun Fahrern glücklicherweise wieder heil zurückgekommen. Die Freunde haben mir Videos und Bilder gezeigt, bei denen ich als Mensch und Europäer vor Scham am liebsten tief in den Erdboden versunken wäre. Kinder schlafen auf einer Pappe im Matsch. Es gibt keine menschenwürdige Unterbringung, die Ernährung und die hygienischen Zustände sind schrecklich. Glück und Freiheit sind inzwischen Fremdworte für sie geworden.  Trotzdem ist die Hoffnung groß, doch noch dem Elend zu entkommen.

Als ich diese Bilder unseren Flüchtlingen in Niefern-Öschelbronn gezeigt habe, waren diese ebenso entsetzt und waren sichtbar froh und dankbar hier sein zu dürfen. Ihnen ist klar geworden, dass sie sich glücklich schätzen können.

Jetzt komme ich zu meinem Hauptanliegen. Wir lesen zurzeit in den Medien, daß Sachsen und Rheinland-Pfalz Flüchtlinge aus Idomeni holen möchten.

Warum wollen wir nicht als Enzkreis oder Niefern-Öschelbronn auch direkt ein paar Familien aus Idomeni holen?

Sollten wir nicht die Landräte und Bürgermeister gemeinsam (als Flüchtlingshilfe oder als Bürger von Niefern-Öschelbronn) darauf ansprechen und sie auffordern, aktiv gegen das Elend in Idomeni anzugehen? Ich bzw. wir wären bereit dazu, den Transport usw. zu organisieren und würden sie im Zweifelsfall auch selbst abzuholen. Man muss uns nur lassen!

Ich hoffe, dass Ihr auch meiner Meinung seid und ich damit einen kleinen Stein ins Rollen bringe.

Ideen, Anregungen oder einfach Eure Meinung dazu bitte
an a.oezban@web.de

Euer Abu

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8 Gedanken zu „Offener Brief“

  1. Die Situation in Idomeni ist wirklich unerträglich! Wenn Ihr Unterschriften braucht, ich bin sofort dabei.

    Gruß
    Martina Keller

  2. Gemeinsam können wir es schaffen.
    Wir setzten ein Zeichen für Menschlichkeit in Europa.
    Ich steh hinter dir Abu!

  3. Ach Abu, dein Vorschlag ist gut und richtig und ich unterstütze ihn voll und ganz … aber …
    suche im Netz nur mal „Thüringen“ + „Idomeni“ … – ich bin da schon etwas entmutigt.
    Nun … wir müssen’s trotzdem versuchen.
    Leider scheint es entscheidend zu sein, dafür die „richtigen“ Leute zu gewinnen. Ansonsten will sich „nur profilieren“, wer sich bemüht und einsetzt. Und wer zu faul, uninteressiert und egoistisch ist dem „sind leider die Hände gebunden“ oder er ist „realistisch“.
    Aber vielleicht haben wir ja eine Chance eine Etage tiefer auf kommunaler und Landkreisebene. Es wäre so wichtig zu zeigen/sehen, dass es das einfache menschliche Mit- und Füreinander – trotz der großen Politik – noch gibt. Wenn du Hilfe brauchst – ich bin dabei.
    Liebe Grüße, Johannes

  4. Hallo zusammen, erst mal bedanke ich mich für Eure Unterstützung und es ist schön zu wissen das man nicht alleine ist. Wir müssen unbedingt alles in unserer Macht stehende versuchen damit die Kinder glücklich und unbeschwert sein können. Wenn unsere Enkelkinder uns irgendwann mal fragen was wir für Indomeni getan haben will ich nicht nur sagen müssen : wir haben versucht…..
    sondern das wir für sie gekämpft haben und was wir alles geschafft haben!!!
    Ich warte diese Woche noch auf ein paar Rückmeldungen da ich einen Termin mit unserem Bürgermeister und Landratsamt vereinbaren will.
    Als erstes sollten wir aus Niefern-Öschelbronn ein Komitee für Idomeni gründen und dann erweitern auf den ganzen Enzkreis. Daher bräuchte ich nochmal zusätzlich Eure Hilfe und Unterstützung.
    Freunde, lasst uns den Stein ins rollen bringen.
    Ich danke Euch
    Gruß Abu

    1. Hallo Abu,

      natürlich bin ich dabei. Wenn du meine Hilfe brauchst gib mir Bescheid, damit wir den Stein ins Rollen bringen.

      Liebe Grüsse
      Rita

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