Ein Abschied

… eigentlich müsste ich endlich das Protokoll vom letzten AK „Tägliches Leben“ schreiben….
aber erst muss ich mir ein wenig den Frust von der Seele schreiben:

Vailja, Ermen „Abu Naser“, Sara, Angela und Naser – die serbische Roma-Familie ist abgereist. Sie mussten zurück in ihr „sicheres“ Herkunftsland. Ich will jetzt nichts weiter dazu bemerken – wer sich über die Situation der Roma in den Balkanländern informieren wollte, hat ja mit den beiden Eltern reden können und es gibt auch sonst genug Informationsquellen.

Wir haben die fünf bis Karlsruhe zum Bus begleitet – es war einfach sehr traurig. Und wir waren nicht die einzigen, denen dies nahe ging. Fast alle aus der Halle waren zum Abschied versammelt.

Aber trotz allem Schmerz gibt es auch sehr Schönes anzumerken.
Zunächst mal ganz herzlichen Dank allen Helfern, die die Familie unterstützt und versorgt haben, da sie von der offiziellen Unterstützung ja fast ganz ausgeschlossen waren.
Und was uns am meisten bewegt hat:
die Bewohner der Turnhalle haben zusammengelegt und für die Familie über 100 Euro zusammenbekommen! Vailja und Ermen hatten Tränen in den Augen, als sie uns das erzählt haben.

Wir wünschen Vailja, Ermen, Sara, Angela und Naser natürlich, dass es nicht zu schlimm wird für sie und dass Vailja und Ermen ihre Kinder in eine einigermassen erträgliche Zukunft führen können, was ihnen hier versagt blieb.

Johannes & Uta

Computer und Laptops gesucht!

Das Internet ist:
Kommunikation, Vernetzung, Zugang zu Informationen/Wissen, …
>>> in unserer modernen Welt nicht wegzudenken!!!
Auch für Flüchtlinge!

Mit Computer/Laptop kann dieses optimal genutzt werden und noch viel mehr. Lernsoftware und Textprogramme vereinfachen die Integration.

Wir suchen:
> COMPUTER und LAPTOPS  (Höchstalter ca. 7 Jahre)
> Außerdem Drucker, Scanner, …
> Ehrenamtliche mit IT-Kenntnissen

Wer, was hat bitte per Mail an:  sachspenden@fh752223.de
Danke vielmals im Voraus!

EINLADUNG Männerabend 30.01

(M344nnerabend.ai)Ich lade Sie ein, vorbeizuschauen und die eine oder andere gesellige Stunde am Samstag 30.01.2016 um 19:00 Uhr im Johann-Peter-Hebel Haus, Lindenstr.5 in Niefern zu verbringen. Über eine breite Resonanz – auch wenn es nur ein kurzes Hereinschauen aus Termingründen sein sollte –  freuen wir uns

Jürgen Aydt
für die Organisatoren des „Männerabends“

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Hausaufgabenbetreuung

Unsere_NamenDa alle Kinder heute ganz schnell mit ihren Deutschaufgaben fertig waren mussten wir ran. Sidra und Sidra haben gezeigt wie unsere Namen auf Arabisch geschrieben werden und dann sollten wir schreiben. Gar nicht so einfach! Aber die Kinder waren zufrieden „Gut gemacht!“

Sachspenden

Gerade gib es keinen offiziellen Sammeltermin. Wer allerdings benötigte Sachen hat kann dieses unter sachspenden@fh75223.de melden. DANKE! Benötigte Sachen werden auf der Homepage in der rechten Spalte ständig aktualisiert.

>>> !DRINGEND! Winterschuhe Junge Gr. 30 <<<

* Schlafanzüge Männer 9xM, 1xXL
* Schlafanzüge Frauen 5xS
* Umstandskleidung für 3 Frauen
* 2 x Kinderwagen
* Babykleidung
* Handschuhe, Wollmützen, Schals, Kopftücher
* Handschuhe Kinder von 2-15 Jahre ca. 50 Paar
* Kochtöpfe (gerne groß)
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* Koffer und Rucksäcke
* Winter- und Turnschuhe Männer 40-45
* Winter- und Turnschuhe Frauen 39-41
* Turnschuhe für Kinder 26-38

Ausflug zum Wildpark Pforzheim

Die Schulferien sind wahrscheinlich für viele Eltern nicht NUR entspannend – wie aber muss es sein, wenn über 20 Kinder herumtollen und nirgends ein ruhiger Platz ist, sich zurückzuziehen, wie in der Flüchtlingsunterkunft in der Turnhalle Niefern. Da ist so-oft-wie-möglich-draussen-spielen angesagt, aber das geht auch nicht dauerhaft und bei jedem Wetter. Zum Glück gibt es die eine oder andere organisierte Aktivität. So wie der Besuch im Pforzheimer Wildpark am letzten Sonntag im Dezember.

Bei strahlendem Wetter fuhren am Sonntag vormittag 9 Eltern, 15 Kindern und 4 Helfer mit dem Bus zum Wildpark. Der Busfahrer managte souverän das einchecken zu den jeweils günstigsten Tarifen und das Umsteigen am ZOB klappte problemlos. Nach etwa einstündiger „Reise“ begann das Wildparkabenteuer. Schon am ersten Gehege, bei den eleganten Alpakas, war die Begeisterung groß und es war sogleich klar: da gibt es soo viel zu sehen, das geht gar nicht alles bei einem einzigen Besuch. In mehreren Grüppchen wurde dann der Park erkundet, Tiere beobachtet und – nach anfänglichem vorsichtigen Misstrauen – auch gefüttert und gestreichelt. Auf helle Begeisterung stieß das großartige Spielplatzangebot mit seinen Kletter-, Balancier-, Rutsch- und Tobmöglichkeiten. Nach zwei Stunden und dem einen oder anderen Imbiss ging es an die Rückreise. Auch diese klappte problemlos, nicht zuletzt dank des freundlichen Busfahrers, der für das beim Umsteigen verspätete Grüppchen nochmals extra anhielt – vielen Dank! Im Bus war es dann auffallend ruhig und viele Augen waren geschlossen …

Einen herzlichen Dank an den Wildpark, seine Crew und Betreiber, die einen solchen Besuch ermöglichen – und an alle die Empfehlung, dieses großzügige Angebot zu nutzen.

Wildpark Pforzheim: http://wildpark.pforzheim.de/

Arbeitskreis „Tägliches Leben“

Text: Johannes Ortlepp, Fotos: Uta Mürle

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Ausflug mit Flüchtlingen an die Hochschule in der Tiefenbronner Straße in Pforzheim

Am Freitag ich war mit Bewohnern der Zeltunterkunft (ein junges syrisches Ehepaar Aya und Ameen und ein junger Iraker) an der Hochschule in Pforzheim, wo ich im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen arbeite. Wir haben bei heftigem Schneetreiben einen kleinen Ausflug auf den Berg gemacht und ich habe Ihnen die Hochschule gezeigt. Die jungen Syrer haben beide den Bachelor in Grafik Design und sind sehr daran interessiert, wie ein Studium in Deutschland so aussehen kann und welche Möglichkeiten es für Sie hier geben könnte. Nachdem wir gemeinsam in der Mensa zu Mittag gegessen haben, gab es viel zu schauen. Bibliothek, Vorlesungsräume und Labore. Freitagmittag war ein guter Termin, der Vorlesungsrummel hielt sich in Grenzen – überall saßen Studenten die sich auf die anstehenden Klausuren vorbereiten. EinigeStudentenimWirtschaftsingenieurwesen waren mit Projektarbeiten beschäftigt und haben den dreien gerne Auskunft gegeben. So konnten wir gemeinsam Projekte am 3 Drucker und den Laserschneidemaschinen betrachten. Es gab viele Gespräche zwischen den drei Besuchern und unseren Studenten. Übrigens – Was nicht in Deutsch oder Englisch ging, wurde am Bildschirm gezeigt.  Da die Wirtschaftsingenieur Studenten sehr international sind, konnte eine türkische Studentin sich mit dem jungen Iraker verständigen der Türkisch kann. Er hat es dann den zwei Syrern auf Arabisch übersetzt.

Wenn man will geht alles…

Ich glaube den dreien hat der Ausflug gut gefallen und Sie konnten einen kleinen Einblick gewinnen wie ein Studium für Sie hier aussehen kann. AyasOriginalkommentar – als sie den tollen Ausblick in der Bibliothek gesehen hat – “ Hier will ich meinen Master machen!!!!“

Es gibt übrigens an der Hochschule eine Initiative um Flüchtlingen beim Einstieg ins Studium zu unterstützen. Für Interessierte Flüchtlinge der Unterkünfte in Niefern, stelle ich hier gerne einen Kontakt zur Hochschulgruppe her.

Andrea Ströhle

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